per aspera ad astra

Beratung, Beteiligungen
und langfristige Werte.

Hinter der LÖTSCHER AG steht ein Name mit über achthundert Jahren Geschichte. Ob wir beraten oder uns beteiligen: Wir denken vom Eigentümer her, und ein langer Horizont ist uns mehr wert als der schnelle Abschluss.

Unternehmertum

Vom Eigentümer her gedacht

Ob wir beraten oder uns beteiligen, wir handeln nur nach dem Massstab, den wir auch in eigener Verantwortung anlegen würden. Verlässlichkeit und Diskretion sind die Grundlage jeder Zusammenarbeit.

erbracht über die LAWCONSULT AG

Beratung

Wir erbringen Finanz- und Beratungsdienstleistungen für Unternehmer, Gesellschaften und Institutionen. Im Kern steht die Verbindung von Unternehmens- und Rechtsberatung aus einer Hand; das Spektrum reicht von Strategie, Organisation und Finanzierung über Nachfolgeregelungen bis zur Begleitung von Transaktionen. Einen Schwerpunkt bildet die Beratung bei Private-Equity- und Venture-Capital-Vorhaben, vom ersten Gespräch bis zum Vollzug.

Ergänzend dazu überführen wir diese Beratung in blockchainbasierte Lösungen: Wir integrieren Unternehmens- und Rechtsberatungsleistungen technologisch (LegalTech), etwa indem sich Verträge, Beteiligungs- und Transaktionsstrukturen digital abbilden, nachvollziehbar dokumentieren und effizient abwickeln lassen. So verbinden wir klassische Beratung mit den Möglichkeiten einer sicheren, transparenten und automatisierten Umsetzung.

Wir führen bewusst wenige Mandate, dafür direkt und persönlich: keinen Apparat, sondern einen Sparringspartner auf Augenhöhe, der klar Stellung bezieht, auch dann, wenn die ehrliche Antwort unbequem ist.

erbracht über die PRIVATINVEST AG

Beteiligungen

Wir beteiligen uns dort, wo wir das Geschäft verstehen, Verantwortung übernehmen können und Nähe zum Geschäft möglich ist. Aufbau, Finanzierung und Verwaltung verstehen wir als Einheit, von der Gründung über die Finanzierung bis zur laufenden Verwaltung, wo sinnvoll in den Gremien mitwirkend.

Getragen wird dieses Handeln von einem professionellen Investment Controlling sowie von Finanzberatung und Finanzplanung, mit denen wir Beteiligungen steuern, bewerten und langfristig ausrichten. Ergänzend überführen wir diese Dienste in blockchainbasierte Lösungen (FinTech), etwa indem sich Beteiligungen, Finanzströme und Kennzahlen digital abbilden, nachvollziehbar dokumentieren und effizient verwalten lassen. So verbinden wir eigenes unternehmerisches Engagement mit einer sicheren, transparenten und automatisierten Umsetzung.

Wir handeln mit eigener Überzeugung und auf eigene Rechnung, ohne Druck zu kurzfristigen Ergebnissen. Was wir aufbauen, soll Bestand haben. Werterhalt und Wertsteigerung über Generationen sind uns wichtiger als Sichtbarkeit.

Über uns

Aus dem Lötschental in die Welt

Wer wir sind, lässt sich nicht von dem trennen, woher wir kommen. Aus dieser Herkunft leiten wir keinen Anspruch ab, wohl aber eine Prägung: das Denken vom Eigentümer her und die Bereitschaft, Verantwortung über die eigene Zeit hinaus zu tragen.

Geschichte

Der Name Lötscher ist ein Herkunftsname. Er bezeichnet den, der aus Lötschen stammt, dem Walliser Hochtal, dessen Name im Jahr 1233 erstmals urkundlich erscheint, in den mittelalterlichen Urkunden als Vallis Lyche und, zur Unterscheidung vom unteren Val d'Illiez, als Vallis Illiaca superior geführt. Beinahe 800 Jahre Geschichte trägt dieser Name. Seine Träger wurden erst zu «Lötschern», als sie das Wallis verliessen.

Vor den Lötschern: Funde aus römischer und keltischer Zeit

Besiedelt war das Tal schon lange zuvor: Keltoromanische Brandgräber bei Kippel bezeugen Bewohner seit römischer Zeit, ein eisenzeitliches Schwert oberhalb von Kippel und frühbronzezeitliche Pfeilbogenfunde am Lötschenpass reichen noch weiter zurück. Der Talname selbst geht möglicherweise auf das keltische Wort loudio zurück, das Blei bedeutet, ein Hinweis auf den uralten Bergbau bei Goppenstein, wo noch 1849 eine englische Gesellschaft silberhaltiges Bleierz abbaute.

Die alemannische Besiedlung und die Sage der Tschäggättä

Im 9. und 10. Jahrhundert wanderten alemannische Siedler aus dem Berner Oberland über die Alpenpässe ins Oberwallis ein. Unter den Freiherren vom Turn rodeten deutschsprachige Kolonisten die Talsohle der Lonza und gaben den vier Dörfern Ferden, Kippel, Wiler und Blatten ihre bis heute deutschen Namen. Der Sage nach wichen die «Schurten», ein kleingewachsenes Urvolk des Tals, vor den einrückenden Alemannen in die Wälder der Schattenseite zurück und kehrten nachts in wilder Verkleidung zu Streifzügen in ihre alten Siedlungen heim. Manche sehen darin den Ursprung des berühmten Maskenbrauchs der Tschäggättä. Ausgrabungen im «Obri Wald» gegenüber von Wiler legten 1989/90 tatsächlich eine Siedlung aus der Zeit um 1000 bis 1200 frei, die mit dieser Überlieferung in Verbindung gebracht wird.

Über den Lötschenpass ins Berner Oberland

Über den Lötschenpass, jahrhundertelang der wichtigste Handelsweg zwischen Oberwallis und Berner Oberland, blieb das Tal stets mit dem Norden verbunden. Ab dem frühen 14. Jahrhundert sind Lötscher-Kolonien im Berner Oberland urkundlich fassbar: 1306 auf der Planalp bei Brienz, 1331 im hinteren Lauterbrunnental und auf der Sefinenalp. Die Herren vom Turn, deren Stammburg im nahen Niedergesteln am Talausgang stand, hatten ihre Talleute in ihren Oberländer Besitzungen angesiedelt. 1346 gingen diese Kolonien an das Kloster Interlaken über. So schloss sich ein Kreis: Die Nachfahren der einst über die Pässe eingewanderten Alemannen kehrten als «Lötscher» ins Berner Oberland zurück. Von dort breitete sich das Geschlecht weiter aus. Seit dem 15. Jahrhundert ist es im luzernischen Entlebuch nachgewiesen.

Freikauf und eigene Verfassung: «Man wartete nicht auf die Freiheit»

Die im Tal Gebliebenen gingen ihren eigenen Weg: Nachdem mit dem Untergang der Herren vom Turn das Lötschental Untertanengebiet der fünf oberen Walliser Zenden Goms, Brig, Visp, Raron und Leuk geworden war, kauften sich die Talleute zwischen 1527 und 1786 nach und nach von den Zehntabgaben frei. 1790, acht Jahre bevor die Revolution die Freiheit umsonst gebracht hätte, kaufte sich die Talschaft mit einer für sie gewaltigen Summe auch von der Gerichtsbarkeit los und gab sich 1795 eine eigene Verfassung. Man wartete nicht auf die Freiheit. Man erwarb sie.

Von Marbach im Entlebuch bis heute

Die Lötscher, die sich in Marbach im Entlebuch niederliessen und dort bis heute heimatberechtigt sind, sind die Vorfahren unserer Familie. Ihr Weg aus dem Bergtal in die Innerschweiz erstreckt sich über sieben Jahrhunderte. Der Name steht bis heute für Verlässlichkeit und einen langen Atem, im Geschäft wie im Privaten.

Heraldik

Von dieser Welt erzählt auch das Familienwappen. Das zentrale Bild im Schild ist kein heraldisches Motiv, sondern eine Hausmarke, ein sogenanntes altes Hauszeichen. Solche aus wenigen geraden Linien gefügten Zeichen sind älter als die Wappenkunst selbst: Eigentums- und Sippenzeichen, eingekerbt in Türsturz und Werkzeug, eingehauen in Grenzsteine und unter Verträgen als Handzeichen gesetzt, die Unterschrift derer, die keine Buchstaben brauchten.

Die Man-Rune: das Zeichen für den Menschen

Das Zeichen der Lötscher reicht dabei tiefer zurück als der bäuerliche Alltag: Seiner Form nach ist es eine Rune, eine doppelte, gespiegelte Man-Rune. Die Man-Rune, das Zeichen für den Menschen, deutete schon Olaus Wormius als den Mann, «der die Arme zum Himmel streckt und die Wunder der Sterne betrachtet». Dass ein solches Zeichen in einem Walliser Bergtal zur Hausmarke werden konnte, verweist auf die Herkunft seiner Träger: Das Oberwallis wurde im frühen Mittelalter von einwandernden Alemannen besiedelt, und mit ihnen kam wohl auch die alte Tradition der Runen- und Sippenzeichen über die Pässe in die Täler.

Hausmarken im Wallis: Anteilschein am gemeinsamen Gut

Im Wallis hatten die Hausmarken besonderes Gewicht: In hölzerne Tesseln eingekerbt, regelten sie die Wasserrechte und Alpanteile der Dorfgenossenschaften. Die Hausmarke war dort buchstäblich der Anteilschein am gemeinsamen Gut. Als bäuerliche Familien seit dem späten Mittelalter eigene Wappen annahmen, hoben viele ihre alte Marke in den Schild. So auch die Lötscher: Die Marke über dem Dreiblatt bezeugt, dass dieses Wappen nicht am Hof eines Herolds entworfen, sondern aus dem Besitz- und Rechtsalltag einer Walliser Bergbauernfamilie herausgewachsen ist.

Warum der Wahlspruch schon im Zeichen steckt

Dass ausgerechnet die Man-Rune, das Bild des Menschen mit den zum Sternenhimmel erhobenen Armen, im Herzen dieses Wappens steht, ist ein stiller Vorklang seines Wahlspruchs: per aspera ad astra, durch Mühsal zu den Sternen. Der Weg dieser Familie aus dem kargen Bergtal über sieben Jahrhunderte ist in beidem aufgehoben, im uralten Zeichen wie in der lateinischen Zeile, die es deutet.

Verwaltungsrat Dr. Dr. Marcel Lötscher

Marcel Lötscher studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten St. Gallen und Bern und begann seinen beruflichen Weg mit einer Banklehre bei einer schweizerischen Grossbank. Er ist Inhaber des Luzerner Anwaltspatents, ausgebildeter Mediator und promovierte zweifach: im Recht der kollektiven Kapitalanlagen sowie in Wirtschaftsgeschichte zu den Prinzipien der katholischen Vermögensanlage. Weiterbildungen führten ihn unter anderem an die Universität Liechtenstein (LL.M. im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht), an die Donau-Universität Krems (MBA) und an die Universität St. Gallen (VR-CAS).

Berufliche Stationen

Beruflich war Marcel Lötscher während vieler Jahre in Führungsfunktionen im Finanzbereich tätig, unter anderem als Mitglied der Geschäftsleitung einer schweizerischen Finanzgruppe. Von 2012 bis 2022 leitete er den Bereich Asset Management und Märkte der Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein und gehörte deren Geschäftsleitung an. In dieser Zeit wirkte er über zehn Jahre in internationalen Gremien der Finanzmarktregulierung mit, darunter im Rat der Aufseher der ESMA und im Europäischen Regionalkomitee der IOSCO. Anschliessend verantwortete er die europäische Regulierungsstrategie einer internationalen Handelsplattform für digitale Vermögenswerte. Seit 2023 ist Marcel Lötscher als Verwaltungsrat der LAWCONSULT AG in der Unternehmens- und Rechtsberatung tätig. Daneben referiert und publiziert er regelmässig zu Fragen des Finanzmarktrechts.

Werte

Was über Generationen trägt

01

Beständigkeit

Sieben Jahrhunderte führen aus einem Walliser Bergtal in die Innerschweiz. Aus dieser Herkunft leiten wir keinen Anspruch ab, wohl aber eine Prägung: Treue, langer Atem und der Wille, Werte über Generationen zu erhalten, statt sie einer raschen Wirkung zu opfern.

02

Augenmass

Augenmass ist uns Tugend, nicht Zögern. Fortschritt ist uns Auftrag, nicht Selbstzweck. Neue Erkenntnisse setzen wir mit Bedacht ein, prüfen sie an beständigen Grundsätzen und unterscheiden dabei, was wirklich in unserer Hand liegt.

03

Vertrauen

Vertrauen ist die eigentliche Grundlage jeder Zusammenarbeit. Wir halten unser Wort und wahren Diskretion, auch dann, wenn niemand hinsieht. Wer sich auf uns verlässt, soll dies über Jahre und über Generationen können.

04

Verantwortung

Wir verstehen uns als Verwalter anvertrauter Güter, nicht als deren Herren. Was uns überlassen ist, geben wir gemehrt weiter und schaffen ökonomischen wie ökologischen Wert über die eigene Zeit hinaus, im Bewusstsein, dass wir dafür Rechenschaft schulden.

Publikationen

Monographien, Aufsätze und weitere Beiträge

Marcel Lötscher publiziert regelmässig zu Fragen des Finanzmarktrechts. Auswahl von wissenschaftlichen und praxisorientierten Beiträgen.

Monographien

  • 2014
    Die vermögende Privatperson als qualifizierter Anleger im Kollektivanlagenrecht Tectum Verlag, Reihe Rechtswissenschaften, Bd. 69, Marburg
  • 2014
    Familienfideikommiss und Trust: Der Binnentrust als Vehikel der privatnützigen Vermögensperpetuierung Tectum Verlag, Reihe Rechtswissenschaften, Bd. 71, Marburg
  • 2015
    Prozesskostenfonds: Die gewerbliche Prozessfinanzierung als alternatives Investmentvehikel aus ökonomischer und rechtlicher Sicht Tectum Verlag, Reihe Wirtschaftswissenschaften, Bd. 75, Marburg
  • 2020
    Prinzipien der katholischen Vermögensanlage: Ethisch-nachhaltige Anlagegrundsätze im Spannungsfeld von Religion und Ökonomie Nomos-Verlag, Baden-Baden
  • 2021
    Bounty-Prinzip® für Führungskräfte: Motivierte Mitarbeitende meutern nicht Edition Rainer Hampp, Nomos-Verlag, Baden-Baden

Fachbeiträge

  • 2019
    SupTech – Challenges posed by supervisory transformation in: DeStefano/Dobrauz (Hrsg.), New Suits – Appetite for Disruption in the Legal World, Stämpfli Verlag AG, S. 439–458
  • 2021
    Fraktionierte Aktien zusammen mit Veil Rüdiger, WM-Wertpapier-Mitteilungen, 75. Jg., Heft 44, S. 2121 ff.
  • 2021
    Schutz vor Trojanischen Pferden im Fondsgeschäft: Governance-Analyse zur Vermeidung von Regelverstössen beim Beizug eines Dritten im liechtensteinischen Wertpapierrecht in: Geiser/Hilb et al. (Hrsg.), Festschrift zum 65. Geburtstag von Roland Müller, Dike Verlag, Zürich/St. Gallen, S. 154–169

Die vollständige Publikationsliste finden Sie im Download-Bereich.

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